Buntes aus dem Fahrerlager und von der Strecke bei der 16. German Speedweek in Oschersleben

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Es ist die 16. Auflage der German Speedweek und nicht umsonst zählt dieser Event zu den besten Motorradsportveranstaltungen in Deutschland. Das Rahmenprogramm rund um 3 Weltmeisterschaftsläufe ist hervorragend und bereits am Freitagabend konnten die Besucher den ersten Le Mans Start sehen.
Aufstellung nahmen die Teams zur 4 Stundenhatz der Classic Endurance. Und die Teilnehmer waren ein buntes Spektrum aus deutschen Fahrern und Kollegen aus Nord und Südeuropa. Irland, Schweden, Belgien, England, Italien und die Schweiz waren hier vertreten. Und jetzt konnte man schon einmal sehen, dass für ein Langstreckenrennen erst einmal schnell gelaufen werden muss. Und dann geht es los.
Mehr als 2 Dutzend klassische Langstreckenmotorräder waren hier auf der Strecke unterwegs. Und natürlich waren auch hier die Boxenstopps mit Fahrerwechsel ein elementarer Bestandteil der Strategie.
Klassiker sind aber nicht nur die Motorräder, sondern auch die Fahrer. Da sind dann einige dabei, von denen man dachte sie hätten das Leder schon an den Nagel gehängt.
Das hier ist übrigens eine Moto Guzzi Le Mans 1000 und das Team nennt sich bezeichnenderweise “Der Panzer”. Der Vormarsch ging aber nicht sehr weit, denn sie schafften keine 75% der Runden des Siegerteams und wurden als fünfzehnte im Ziel gemessen, aber fielen aus der Wertung. Das ist hier nicht so schlimm, denn in erster Linie geht es um den Spaß und die Freude an den alten Maschinen.
Dieses Rennen lieferte aber noch eine Erkenntnis: Es wird früh dunkel. Für das Hauptrennen der Langstrecken Weltmeisterschaft wurde der Start um eine Viertelstunde vorgezogen, Rennleiter Ottmar Bange wollte kein Risiko eingehen. Im Gegensatz zu den Klassikern, waren für die aktuellen Racer keine Lichter vorgesehen.
Guten Blick auf das Renngeschehen hatte man auch auf der Terrasse des Hotels der Motorsport Arena. Dort saß auch Toni Heiler, der zwar mit der Hoffnung auf eine Teilnahme am WM-Lauf angereist war, aber alle Teams schon voll besetzt vorfand. So konnte er dann einfach mal das Zuschauen genießen.
Sieger wurden dann übrigens die Fahrer Peter Linden und Cormac Conroy auf einer Peckett & McNabb Kawasaki Z 1000 des Teams Sweatshop Phase One. Und das Bolliger Classic Endurance Team konnte nach dem zweiten Platz mit Marcel Kellenberger und Michael Galinski auf einer Kawasaki KZT 10B ebenfalls eine ordentliche Party feiern.
Am nächsten Tag dann erst einmal ein Bummel durchs Fahrerlager. Gleich neben dem Haupteingang gab es dann wieder Klassiker zu sehen. Hier standen die Fahrzeuge der SuperMono Rennserie, die bereits seit 25 Jahren ausgetragen wird. Einzylinder-Maschinen, großteils Eigenbauten und Prototypen bilden hier die Basis. Da gab es dann reichlich Fragen und Fachsimpelei der Besucher.
Wer noch ein bisschen Geld übrig hatte, konnte sich natürlich auch bestens mit Zubehör und Fanartikeln versorgen. Shops mitten im Fahrerlager und auf der Haupttribüne waren die Anlaufstellen für aktuelle Ausstattungen.
Und natürlich einfach mal durchs Fahrerlager streifen und die Teams an den Zelten oder in den Boxen besuchen, geht auch. Trotz aller Hektik rund ums Renngeschehen, findet man hier immer mal Gesprächszeit.
Dafür hat der Veranstaltungspartner Suzuki sogar extra ein großes Zelt aufgebaut. Die Safety-Cars waren von Suzuki gestellt und mit dem Suzuki GSX-R Cup war der Markenpokal bei den Rennen dabei. Darüber hinaus wurden auch Probefahrten mit den aktuellen Modellen angeboten. also auch hier wieder ein wenig Abwechslung am Tag möglich.
Und wenn wir in der etropolis Motorsport Arena sind, dürfen neuerdings 2 Dinge nicht fehlen. Ganz wichtig ist natürlich Arena Rennstrauß, das Maskottchen der Strecke und wie sie selbst schon zeigt, die Elektrizität. Der neue Namensgeber beschäftigt sich ja unter anderem mit elektrischen Antrieben für Fahrzeuge und da kommt ein Lauf zur FIM eRoad Racing Weltmeisterschaft gerade recht. Leider haben wir im Hintergrund noch die Musik von einer Siegerehrung, aber gleich hören wir dann den neuen Sound der Bikes. Und wie man hört, hört man nichts. Oder fast nichts. Gewöhnungsbedürftig, aber wir werden wohl nicht drum rum kommen. Früher oder später.