ADAC GT Masters / Deutsche GT-Meisterschaft
Fabian Schiller und Lules Gounon feiern Saisonabschluss mit viertem Sieg

Vierter Sieg im letzten Meisterschaftslauf. Fabian Schiller (25/Troisdorf) und Jules Gounon (27/F) haben am Sonntag das finale Rennen im ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring in Baden- Württemberg gewonnen. Nach 36 Runden überquerte Fabian Schiller im Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 4 als Erster die Ziellinie und feierte den vierten Saisonsieg. „Dieser Erfolg ist ein schöner Saisonabschluss. Wir haben wieder gezeigt, dass wir ein siegfähiges Auto haben und um den Titel mitfahren können. Leider gab es Fehler, die uns zurückgeworfen haben. Aber mit vier Erfolgen haben wir am Ende der Saison mehr Siege als jedes andere Duo auf dem Konto“, so Fabian Schiller, der zusammen mit Jules Gounon für das Drago Racing Team ZVO die Saison als Meisterschaftsdritter beendete. Mit einem Rückstand von 1,892 Sekunden wurde die Fahrer-Kombination Ricardo Feller (22/CH) und Jusuf Owega (20/Köln) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #29 von Montaplast by Land-Motorsport Zweiter. Ricardo Feller erzielte dabei mit 1:39,604 Minuten die schnellste Rennrunde. Maximilian Paul (22/Dresden) und Marco Mapelli (35/I) wiederholten im Lamborghini Huracán GT3 Evo #71 von Paul Motorsport das Samstagsergebnis und belegten Platz drei. Die letzte offene Entscheidung in dieser Saison sicherte sich der Rennstall Emil Frey Racing mit dem Gewinn der Team-Wertung.

Die Zuschauer sahen am Hockenheimring ein spektakuläres letztes Rennen im ADAC GT Masters. Pole-Setter Ayhancan Güven (24/TR) wurde im Porsche 911 GT3 R #91 vom Team Joos Sportwagentechnik bereits kurz nach dem Start von Jules Gounon und Ricardo Feller überholt. Der 24-Jährige konnte die Pace des Führungs-Duos im weiteren Verlauf nicht mitgehen und musste auch noch Lamborghini-Pilot Marco Mapelli passieren lassen. Der Italiener erhielt jedoch wegen Abdrängens eine Strafe und fiel zurück. Nach dem Boxenstopp und dem fälligen Fahrerwechsel änderte sich auf den ersten Positionen lange Zeit nichts. In der letzten Runde gelang es Maximilian Paul mit einem sehenswerten Manöver Christian Engelhart noch zu überholen. Damit sicherte sich der Dresdener hinter Fabian Schiller und Jusuf Owega Platz drei. Die neuen Vizemeister Engelhart und Güven mussten sich mit dem undankbaren vierten Rang begnügen. Konsta Lappalainen (21/FIN) und Mick Wishofer (23/A) komplettierten im Lamborghini Huracán GT3 Evo #14 von Emil Frey Racing die Top-Fünf.

ADAC TCR Germany
Bäckman sichert sich bei Ladniak Sieg die Vizemeisterschaft

Doppelpack für Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler), Vizemeisterschaft für Jessica Bäckman (25, Schweden, Comtoyou Racing): Beide Piloten hatten beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring einen Grund zum Jubeln. Während Ladniak, der sich bereits im Samstagsrennen zum Junior-Champion krönte, seinen dritten Saisonsieg feierte, beendete Bäckman ihre starke Premierensaison in der ADAC TCR Germany mit der Vizemeisterschaft. Am Ende trennten Ladniak und Bäckman gerade einmal zwei Punkte. Der zweite Platz der Schwedin genügte aber letztlich zum Vizetitel.

Das letzte Saisonrennen bot von der ersten Sekunde an jede Menge Action und Spannung. Ladniak gewann den Start und konnte sich sofort absetzen. Dahinter schnappte sich Bäckman Andersen und ging auf die Verfolgungsjagd. Zum Ende des Rennens wurde es zwischen den Top-Drei nochmal sehr eng. Am Ende fuhr der Engstler-Junior mit 0,926 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie und feierte damit seinen dritten Saisonsieg. Martin Andersen war über die gesamte Renndistanz sehr nah an Bäckman dran, schaffte es aber nicht diese zu überholen. Andersen fuhr eine halbe Sekunde hinter der Schwedin ins Ziel.

ADAC GT4 Germany
Mike David Ortmann und Hugo Sasse gewinnen die Meisterschaft 2022

Hugo Sasse (18/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) sind die neuen Champions der ADAC GT4 Germany. Den Aston Martin Vantage GT4-Piloten reichte ein zweiter Platz im Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg zum Triumph. „Die Meisterschaft bedeutet mir sehr viel. Es war eine sehr emotionale letzte Runde. Ich danke dem Team und Hugo. Für uns beide ist es der größte Erfolg der Karriere“, jubelte Ortmann. Das Rennen gewannen Lukas Schreier (27/Leipzig) und Finn Zulauf (18/Königstein im Taunus, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4. Tom Wood (20/GBR) und William Tregurtha (22/GBR, beide Racing One) komplettierten in einem weiteren Aston Martin das Podium.

Das Rennen hatte Hugo Sasse von der Pole-Position aus begonnen. Der neue Meister gewann auch den Start und setzte sich gleich ein wenig an der Spitze des Feldes ab. Hinter ihm holte sich Porsche-Pilot Hendrik Still (35/Kempenich, W&S Motorsport) gleich in der ersten Runde Platz zwei von Wood im Aston Martin. Nach rund drei Rennminuten gab es jedoch eine Kollision im Mittelfeld, aus deren Folge Kühlflüssigkeit auf der Strecke verteilt wurde. Um den Kurs zu reinigen, wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen.

Mit einer festgelegten Restfahrzeit von 36 Minuten konnte das Rennen wenig später wieder hinter dem Safety-Car gestartet werden. Sasse behielt im Anschluss weiterhin die Führung vor Still und Wood. Auf Platz vier fuhr derweil Lukas Schreier im Porsche nach vorne. Auch nach dem Fahrerwechsel auf Mike David Ortmann behielt der Prosport-Aston Martin der späteren Champions die Führung. Eine gute Taktik wählte auch der Kommandostand von AVIA W&S Motorsport, denn Schreiers Teamkollege Finn Zulauf fand sich nach den Stopps auf Position zwei wieder vor Woods Teamkollege William Tregurtha und Max Kronberg (35/Berlin), der von Still übernommen hatte.

Zum Rennende machte Zulauf stetig Boden auf Spitzenreiter Ortmann gut, überholte diesen in der letzten Runde mit einem gekonnten Manöver in der Spitzkehre und fuhr zum Sieg, der für Zulauf auch den Triumph in der Juniorwertung bedeutete. Hinter Ortmann und Tregurtha überquerte der Aston Martin Vantage von Ben Dörr (17/Butzbach) und Romain Leroux (19/FRA, beide Dörr Motorsport) als Vierter die Ziellinie. Das Duo sicherte sich so die Vize-Meisterschaft bei den Fahrern und den Team-Titel für Dörr Motorsport.

Kronberg belegte zusammen mit Still Rang fünf vor den Markenkollegen Pavel Lefterov (24/BUL) und Stefan Bostandjiev (18/BUL, beide Overdrive Racing). Rang sieben ging an die Vorjahresmeister Michael Schrey (39/Wallenhorst) und Gabriele Piana (36/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4. Dahinter folgen mit Patrick Steinmetz (21/Nittel) und Michael von Zabiensky (22/Oschersleben, beide Schubert Motorsport) sowie Tim Reiter (23/Ostfildern) und Max Rosam (17/Taunusstein, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) zwei weitere BMW-Paarungen. Die Top Zehn komplettierte der Mercedes-AMG GT4 von Jan Philipp Springob (21/Olpe) und Robin Falkenbach (20/Niederkassel, beide Drago Racing Team ZVO). Der Sieg in der Trophy-Wertung ging an das Porsche-Duo Tom Kieffer (47/LUX) und Christian Kosch (45/LUX, beide Allied-Racing).