Höhen und Tiefen im vollen Feld der Endurance WM bei der German Speedweek

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German Speedweek 2013 in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben. Es ist spät am Samstag und die Sonne geht schon bald unter. Die letzten Boxenstopps stehen an und auf der Tribüne wird es gleich wieder voll, wenn nach 8 Stunden Renndauer in der Endurance WM der Zieleinlauf erfolgt.
Boxenstopps sind hier Teil der Rennen, gehören ursächlich zur Langstrecke und zur Strategie, ein Rennen entscheiden zu können. Es ist nicht künstlich eingebaut, wie man es aus Teilen des Automobilsports kennt. Hier wird nicht nur der Fahrerwechsel vollzogen, sondern je nach Verschleiß auch ein Radwechsel vorgenommen, oder die eine oder andere kleine Reparatur oder Änderung am Set Up durchgeführt. Bei einem regulären Stopp verliert das Team eine Runde, muss erst noch gebastelt werden, sind es dann auch schon mal 2 – 3 oder sogar mehr. Das ist dann bitter. Das Nachtanken gehört dann wieder zur Routine und hier ist die Sicherheit im Vordergrund. Eine Schnelltankanlage hilft und ein Schutzanzug ist genauso vorgeschrieben, wie die Regelung, dass während der Betankung keine anderen Arbeiten am Motorrad durchgeführt werden dürfen. Also Finger weg für alle anderen. Kurz Abputzen und dann geht es wieder los.
Das kann dann auch mal schief gehen und unsere Zeitrafferkamera am Race-Tower hat da was aufgenommen. Was war da passiert?
Das Motorrad kommt vom Stopp, der Fahrer geht auf den nächsten Stint. Plötzlich ein Feuerball, der aber sofort gelöscht werden kann. Dann die Rauchwolke, bestehend aus Qualm und Löschmittel. Und es bleibt ein weißer Fleck in der Boxengasse. Dieselbe Szene noch einmal aus Sicht eines Fotografen in der Boxengasse.
Da sieht es dann noch viel bedrohlicher aus. Das Monster Energy Team Yamaha YART aus Österreich ist eines der seit Jahren erfolgreichsten Teams in der Endurance Szene und erstklassig besetzt. Aber auch hier kann so etwas passieren, was aber zum Glück ohne schlimmere Folgen blieb. Am Schluss waren sie mit nur 3 Runden Rückstand auf Platz 3 im Ziel.
Noch einmal der Blick von oben, lediglich der weiße Fleck erinnert noch an den Vorgang. Dann schauen wir jetzt einmal wieder auf die Strecke und holen uns noch ein paar Eindrücke von den Teilnehmern aus dem Feld.
Mitten unter ihnen sind einige Teams mit Langstreckenerfahrung, die aber nicht unbedingt aus internationalen Wettbewerben kommt. Der Deutsche Langstrecken Cup, über den wir ja bereits berichtet haben, hat einige Abgesandte hier in Oschersleben dabei. Sie können sich hier mit den Stars der Szene messen und vielleicht das eine oder andere abschauen. Um die Spitzenplätze treten sie nicht an. Da geht es dann auch eher um Klassensiege oder den persönlichen Vergleich zu Teams, die man auf einer Stufe sieht. Das bringt dann auch mehr Fairness ins Geschehen und Kollisionen sind eher eine Seltenheit.
Noch ein Boxenstopp, dieses Mal die Aprilia vom Team Grebenstein bei einem normalen Halt ohne Radwechsel. Nur Nachtanken, kurzer Infotausch und dann mit dem frischen Fahrer wieder raus. Aber der Teufel steckt im Detail, die Maschine springt nicht sofort an und schon sind wieder wertvolle Sekunden dahin.
Ganz gut zu Ende fahren ist immer die wichtigste Aussage bei der Langstrecke. Denn in erster Linie zählt das Ankommen. Und die Ausfallquote war extrem niedrig bei diesem Rennen. Von 39 gestarteten Teams waren 31 in der regulären Wertung im Ziel. Das ist eine beachtliche Zahl, denn wir wissen ja inzwischen, was so alles passieren kann.
Für die Teams, die es ins Ziel geschafft hatten, gab es dann am Abend auf jeden Fall etwas zu feiern. Aber auch die Ausgefallenen waren noch an der Strecke geblieben, schauten dem Rennen und dem Rahmenprogramm zu und hatten dann Spaß bei erfrischenden Kaltgetränken. So soll es sein, denn in diesem Sport zählt auch noch das Miteinander und nicht nur der Wettbewerb.
Glückwunsch an alle die es geschafft haben und viel Spaß beim Anschauen der weiteren Berichte, hier bei racingTV.