Porsche Carrera Cup Deutschland nach der Sommerpause auf dem Nürburgring

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Larry ten Voorde startet mit einem Sieg in die zweite Saisonhälfte

Gelungener Auftakt für Larry ten Voorde (Team GP Elite) in die zweite Saisonhälfte des Porsche Carrera Cup Deutschland: Auf dem Nürburgring gewann der Niederländer am Samstag den neunten Lauf. „Das war ein packendes Rennen. Ich bin glücklich, dass wir nach einer schwierigen Startphase richtig gut in die Saison gefunden haben. Es ist mein dritter Sieg aus den letzten vier Rennen. Genauso soll es weitergehen“, sagt ten Voorde. Seine dritte Podiumsplatzierung in Folge feierte Bastian Buus (Dänemark/Allied-Racing), der in seinem 375 kW (510 PS) starken Porsche 911 GT3 Cup als Zweiter vor Dylan Pereira (Luxemburg/IronForce Racing by Phoenix) ins Ziel kam.

Die Zuschauer in der Eifel sahen beim Event des ADAC GT Masters ein kurzweiliges Porsche Carrera Cup Rennen. Erst verlor Pole-Setter Pereira die Führung nach dem Start an Porsche-Junior Laurin Heinrich (Deutschland/SSR Huber Racing), dann übernahm kurz darauf ten Voorde den ersten Platz. Eine Safety-Car-Phase beruhigte das Geschehen zunächst. Nach dem Re-Start verteidigte ten Voorde seine Führung, während Heinrich nach einer Kollision viele Positionen verlor. Die Reihenfolge an der Spitze lautete somit ten Voorde vor Pereira und Buus. In einer spannenden Schlussphase behauptete Titelverteidiger ten Voorde den ersten Platz, hinter dem 25-Jährigen gelang Buus in der letzten Runde noch der Sprung auf Rang zwei „Der Plan war, erstmal abzuwarten und bei einem Fehler meiner Vorderleute zuzuschlagen. Ich habe mich so sehr auf das Duell mit Dylan Pereira fokussiert und daher gar nicht mitbekommen, dass wir schon in der letzten Runde waren“, erzählt Buus.

Pereira belegte am Ende den dritten Platz. „Leider ist mir kurz vorm Ziel ein Fehler unterlaufen, der mich Rang zwei gekostet hat. Der Speed übers Rennen war allerdings super und daher sehe ich uns gut gerüstet für den Lauf am Sonntag“, sagt der 25-Jährige. Hinter Pereira folgte mit Loek Hartog (Black Falcon), Rudy van Buren (Huber Racing), Morris Schuring (SSR Huber Racing) und Max van Splunteren (Team GP Elite) ein niederländisches Quartett. Lorcan Hanafin (Fach Auto Tech) aus Großbritannien belegte als bester Rookie Rang acht. Neunter wurde Huub van Eijndhoven (Niederlande/GP Elite).

Unter die Top-10 schaffte es zudem Heinrich, der auf dem 3,629 Kilometer langen Kurs zwischenzeitlich bis auf die 24. Position zurückfiel. „Der Re-Start nach der Safety-Car-Phase ist mit super gelungen. Allerdings war mein Überholversuch danach etwas übermotiviert. Immerhin konnte ich noch viele Plätze aufholen und in die Punkte fahren. Das gibt mir ein gutes Gefühl für den Sonntagslauf“, fasst Heinrich zusammen. In der ProAm-Wertung gewann Carlos Rivas (Luxemburg/Black Falcon) vor seinem deutschen Teamkollegen Sören Spreng und Ahmad Alshehab (Kuwait/CarTech Motorsport by Nigrin).

Dylan Pereira fährt auf dem Nürburgring zum zweiten Saisonsieg

Dylan Pereira (IronForce Racing by Phoenix) hat sich am Sonntag seinen zweiten Saisonsieg im Porsche Carrera Cup Deutschland gesichert. Auf dem Nürburgring feierte der Luxemburger einen souveränen Start-Ziel-Sieg. „Ich hatte einen super Start und bin danach ein fehlerfreies Rennen gefahren. Außerdem haben wir im Vergleich zum Samstag den Luftdruck etwas verringert, um die Reifen in ein optimales Temperaturfenster zu bekommen. Das hat sich ausgezahlt“, sagt Pereira. Die Plätze zwei und drei belegten beim zehnten Saisonlauf Porsche-Junior Laurin Heinrich (Deutschland/SSR Huber Racing) sowie der Niederländer Loek Hartog (Black Falcon). Insgesamt 23.500 Besucher erlebten das Rennwochenende live vor Ort und sorgten somit für einen neuen Zuschauerrekord des ADAC GT Masters Events in der Eifel.

Unter blauem Himmel und bei 22 Grad Celsius entschied Pereira in seinem 375 kW (510 PS) starken Porsche 911 GT3 Cup zwei Schlüsselszenen: Zu Beginn münzte der 25-Jährige die Pole-Position in eine Führung um und beim Re-Start nach einer Safety-Car-Phase behauptete sich Pereira an der Spitze. Nach 21 Runden sah der Pilot aus Schouweiler in Luxemburg als Erster die Zielflagge. Den zweiten Platz erreichte Tabellenführer Heinrich, nachdem er sich zur Rennmitte gegen den Niederländer Larry ten Voorde (Team GP Elite) durchsetzte. „Das war ein hartes, aber stets faires Duell mit Larry ten Voorde. Genau für diese intensiven Zweikämpfe steht der Porsche Carrera Cup. Nach dem zehnten Platz am Samstag bin ich froh, dass ich meine Führung in der Meisterschaft mit dem zweiten Platz ausbauen konnte“, sagt Heinrich.

Über sein drittes Podium in dieser Saison freute sich Hartog. Der Fahrer aus dem Talent-Pool-Programm des Markenpokals fiel nach dem Start von der dritten auf die fünfte Position, kämpfte sich aber zurück unter die Top-3. „Das war ein turbulentes Rennen. Einige meiner Überholmanöver waren etwas mutig, aber ich habe mich dafür belohnt“, bilanziert Hartog. Für Spektakel sorgte ein Fünfkampf um den vierten Rang. Die drei Youngster Bastian Buus (Dänemark/Allied-Racing), Morris Schuring (Niederlande/SSR Huber Racing) und Huub van Eijndhoven (Niederlande/GP Elite) forderten Samstagssieger ten Voorde und seinen Landsmann Max van Splunteren (Team GP Elite) heraus. Nach mehreren Positionswechseln lautete die Reihenfolge am Ende Schuring vor Buus, ten Voorde, van Splunteren und van Eijndhoven.

In der ProAm-Wertung machte Carlos Rivas (Black Falcon) nach seinem Erfolg am Samstag auf der 3,629 Kilometer langen Strecke einen Doppelsieg perfekt. Damit verkürzte der Luxemburger den Rückstand auf ProAm-Tabellenführer Jan-Erik Slooten (Deutschland/IronForce Racing by Phoenix) auf sieben Punkte. Auf das Podium beim Sonntagslauf schafften es hinter Rivas der Bulgare Georgi Donchev (Huber Racing) und Ahmad Alshehab (CarTech Motorsport by Nigrin) aus Kuwait.

„Der Auftakt in die zweite Saisonhälfte hat nahtlos daran angeschlossen, was wir in den ersten acht Rennen erleben durften: Zwei packende Rennen, eine Menge Überholmanöver und eine großartige Atmosphäre mit vielen Zuschauern auf den Tribünen. Ich freue mich schon auf die nächsten Rennen“, sagt Hurui Issak, Projektleiter vom Porsche Carrera Cup Deutschland. Der Spitzenreiter heißt nach zehn von 16 Rennen weiterhin Heinrich (195 Punkte). Der 20-Jährige führt vor ten Voorde (172 Punkte) und Buus (149 Punkte).

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